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Geschichtskulturen הסטוריה של תרבויות

Studierende bei der Begegnung in Jerusalem
Studierende bei der Begegnung in Jerusalem

Das Online-Portal Geschichtskulturen – הסטוריה של תרבויות bietet Einblicke in eine intensive Zusammenarbeit, die seit Sommer 2012 zwischen der School of Education an der Hebrew University of Jerusalem und dem Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte der Freien Universität Berlin besteht. Ergebnisse und Aktivitäten dieser deutsch-israelischen Begegnung werden hier sichtbar gemacht. Träger der Kooperation sind neben den genannten Arbeitsbereichen auch das DAAD Center for German Studies sowie das Koebner Institute an der HUJI und das Institut für Vergleichende Ethik der FU Berlin. Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany und die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin fördern das Projekt. Die Friedricht-Ebert-Stiftung ist ein zusätzlicher Kooperationspartner.

Aus der Kooperation gingen bislang zwei miteinander verbundene Projekte hervor: Das an beiden Hochschulen parallel angebotene Seminar Remembrance and Public History – History Cultures in Israel and Germany, in dem Lehramtsstudierende beider Universitäten im interkulturellen Dialog Materialien zu den Themen Holocaust Education, deutsch-jüdische Geschichte vor 1933 und deutsch-israelische Geschichte nach 1948 erarbeiten sowie ein Austauschprogramm mit Begegnungen in Berlin und Jerusalem. Die Kooperation wird im Jahr 2014 mit dem zentralen Lehrpreis der Freien Universität Berlin ausgezeichnet (Presseerklärung der FU Berlin).

Ziel der Zusammenarbeit ist es, forschungsrelevante und zeitgemäße Ansätze für die schulische und universitäre Bildung zu entwickeln, die zur aktiven Auseinandersetzung mit diesen Themenfeldern beitragen. Im Hintergrund steht der Ansatz, die Perspektiven auf Geschichtskultur und weitergehende historische Narrationen zwischen Israel und Deutschland nachzuvollziehen und dadurch auf beiden Seiten das Toleranz- und Pluralitätsbewusstseins zu fördern.

Gerade eine Auseinandersetzung mit dem Thema der Holocaust Education zeigt, dass das Sprechen über Geschichte oft auch ein persönliches Sprechen über sich selbst ist. Dies trifft etwa auf Erzählungen aus der eigenen Familie zu, die in der Diskussion und Vermittlung des Themas entscheidend werden. Im kulturübergreifenden Dialog israelischer und deutscher Studierender lassen sich solche transgenerationalen Erfahrungen als relevante Einflussgröße für das Verständnis und den Umgang mit Geschichte offenlegen. Die Kooperation Geschichtskulturen ermöglicht die dafür zentrale Vernetzung.